
Israel bereitet sich auf die ersten Wahlen seit den Terrorangriffen vom 7. Oktober 2023 und den anschließenden Kriegen im Gazastreifen, im Libanon und mit dem Iran vor. Die Wahlen gelten als richtungsweisend für die politische und demokratische Entwicklung des Landes. Seit den letzten Wahlen sind erstmals Parteien, die als rechtsextrem gelten, Teil der Regierungskoalition. Ihre Politik gegenüber den Palästinensern, ihre Positionen zur Rolle der orthodoxen Bevölkerung und der forcierte Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland sowie die geplanten Reformen staatlicher Institutionen werden im In- und Ausland kontrovers diskutiert.
Im Rahmen seines Vortrags fragt der Referent des Abends, der Journalist und Buchautor Igal Avidan: Wie wird der Kampf um Israels Demokratie geführt? Wer sind die Hauptakteure und wie sehen die Wahlprognosen aus? Werden die Oppositionsparteien erneut mit einer arabischen Partei koalieren, wie es nur einmal in der „Anti-Netanjahu-Regierung“ zwischen Juni 2021 und Ende 2022 der Fall war? Und ist eine Entspannung der Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern in Sicht?

